…und was du mit einem Vision Board falsch machen kannst!

Was ist dir wichtig im Leben? Was möchtest du schaffen? Wie möchtest du sein?

Bei der Erstellung eines Vision Boards stellst du dir genau diese Fragen und das ist meines Erachtens der Hauptgrund, warum du ein Vision Board erstellen solltest.

Darüber hinaus hilft dir die Visualisierung deiner Ziele fokussiert zu bleiben und deine Energie in die entsprechende Richtung zu lenken.

Die weit verbreitete Hoffnung, dass durch tägliches Anschauen von Bildern Träume plötzlich wahr werden, ist nicht wissenschaftlich belegt und scheint aus psychologischer Sicht eher Unsinn zu sein. Dazu später mehr.

Vision Board StartupTrend
Vision Board StartupTrend

Was ist ein Vision Board

Ein Vision Board ist eine Collage aus Bildern, die deine Ziele und Wünsche widerspiegeln. Es kann in digitaler Form erstellt werden, zum Beispiel als Hintergrundbild für deinen Laptop, oder in physischer Form, etwa um es in deiner Wohnung aufzuhängen. Wichtig ist, dass du es ständig im Blick hast, denn so werden dir deine Ziele in Erinnerung gerufen und du bleibst fokussiert.

Wie erstellst du ein Vision Board?

1.      Definiere deine Ziele

Das ist der erste und für viele von uns sicherlich auch der schwierigste Schritt, denn hier geht es direkt ans Eingemachte. Was ist dir eigentlich wichtig im Leben? Was macht dich glücklich? Was möchtest du für dich und für andere erreichen? Nimm dir genügend Zeit, um über diese Fragen nachzudenken. Setze dich mit klarem Kopf in dein Wohnzimmer, auf deinen Balkon, in ein Café, in den Park oder wo auch immer du dich wohl fühlst und mache dir Notizen. Berücksichtige dabei verschiedene Bereiche, wie beispielsweise

  • Familie, Partnerschaft, Freunde
  • Gesundheit, Fitness, Sport
  • Beruf, Karriere, Unternehmungen
  • Spaß, Hobbies, Kreativität
  • Materielles

Das mag jetzt überwältigend erscheinen, aber lass dich nicht abschrecken. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, denn Ziele können sich ändern. Fange jetzt an und schreibe dir Stichworte und Ziele zu den Bereichen auf, die dir aktuell wichtig sind.

Ein Vision Board kann natürlich auch für ein einzelnes Ziel erstellt werden, wie zum Beispiel ein neues Auto, eine Weltreise oder 10 Kilo weniger auf den Rippen. Falls es bei dir etwas Aktuelles gibt, dann fang erst einmal hiermit an.

2.      Konkretisiere deine Ziele

Sinnvolle Ziele sind messbar und terminiert, ansonsten neigen wir dazu sie nach Lust und Laune anders auszulegen und uns selbst anzuschwindeln. Schreibe auf, was genau du bis wann erreicht haben möchtest. Setzte dir an dieser Stelle keine Schranken, wenn du es wirklich willst. „The sky is not the limit!“

Überlege nun, was du tun musst um deine Ziele zu erreichen. Welche Zwischenziele möchtest und musst du erreichen? Welche Aktivitäten musst du intensivieren? Welche mentale Einstellung benötigst du? Wie sieht dein Leben aus auf dem Weg zum Ziel?

Frage dich jetzt noch einmal ob du das wirklich willst. Die Antwort ist „Ja“? Super! Dann mach weiter. Die Antwort ist „Nein“? Auch kein Weltuntergang. Gehe noch mal einen Schritt zurück und überlege was dich glücklich macht, wie dein Leben aussehen soll und definiere entsprechende Ziele.

3.      Entscheide dich für ein Format

Möchtest du ein digitales oder ein physisches Vision Board erstellen? Du bist viel unterwegs, hast meistens den Laptop dabei und liest eher Online Content? Dann solltest du dich wahrscheinlich für die digitale Variante entscheiden. Du bist eher der haptische Typ, liest gerne Zeitschriften, sammelst vielleicht auch Karten, die du in Bars und Cafés findest? Dann empfehle ich dir ein physisches Board.

Entscheide außerdem, ob du ein einzelnes Vision Board erstellen möchtest, welches mehrere Ziele gleichzeitig umfasst, oder mehrere einzelne Boards, die sich auf einen bestimmten Bereich beschränken.

Wenn du ein Vision Board für deinen Lebensentwurf erstellen möchtest, bietet es sich an ein einzelnes Board zu erstellen. Das kannst du in Gebiete aufteilen, um die verschiedenen Ziele abzudecken. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, wieviel Raum du den einzelnen Lebensbereichen einräumst, was wiederum eine gute Übung ist um zu reflektieren wo deine Prioritäten liegen.

4.      Sammle Material

Jetzt geht es darum möglichst viel Bildmaterial zu sammeln, das zu deinen angestrebten Zielen, Zwischenzielen, Aktivitäten und der hierfür benötigten Einstellung passt. Ganz wichtig ist es, nicht nur das Ziel an sich, also den Endzustand zu visualisieren, sondern den Weg dorthin. Sammle auch entsprechende Textbausteine, Schlagwörter, Ausdrücke, Sprüche und Zitate, die dich motivieren.

Digitales Material findest du natürlich im Überfluss im Internet. Nutze hierfür einfach die Bildersuche der diversen Suchmaschinen und stöbere in Online Magazinen oder in sozialen Netzwerken wie Pinterest. Eigene Digitalfotos sind natürlich auch erlaubt und darüber hinaus viel persönlicher.

Physisches Material findest du in deinen Lieblingszeitschriften. Schneide alles aus was dir gefällt und was mit deinen Zielen zu tun hat. Halte außerdem die Augen offen wenn du vor die Tür gehst und nimm mit, was zu deiner Collage passt.

5.      Erstelle die Collage

Wenn du dich für eine Variante entschieden hast, dann lass deiner Kreativität freien Lauf. Arrangiere das Material nach Belieben: Positionieren, Austauschen, Hin- und Herschieben, so lange bis es dir gefällt.

Digitale Vision Boards lassen sich gut mit Power Point, Keynote, Photoshop oder vergleichbaren Programmen erstellen. Du kopierst dein Bildmaterial und deine Textbausteine einfach hinein, arrangierst sie nach Belieben – abspeichern – fertig.

Für physische Boards eignen sich große Pappen (DIN A2 – DIN A0) oder Pinnwände aus Kork. Die Bilder und Schlagworte klebst du auf beziehungsweise pinnst sie mit Nadeln fest. Magnettafeln funktionieren auch. Hierbei solltest du aber starke Magnete verwenden, z.B. Neodym, damit die Bilder nicht bei jeder Berührung abfallen.

6.      Nutze das Vision Board

Hierbei ist zu beachten, dass du das Vision Board später idealerweise täglich betrachten solltest. Gleichzeitig ist es eine sehr persönliche Angelegenheit, und du möchtest vielleicht nicht, dass andere es sehen.

Ein digitales Kanban Board kannst du gut als Hintergrundbild speichern. Alternativ kannst du es auch als Plakat ausdrucken und aufhängen. Physische Boards können in der Wohnung, etwa im Schlafzimmer, oder im Büro positioniert werden.

Versuche dir das Board täglich 2-5 Minuten anzuschauen! Suche dir dazu am besten einen festen Zeitpunkt im Tagesablauf, so dass es zur Routine wird. Es geht darum die Kraft der Visualisierung zu nutzen und dich auf deine wirklich wichtigen Ziele im Leben zu fokussieren.

Tipp: Setze dir einen kurzen täglichen Termin, mit dem Vision Board als angehängte Datei.

Lebenssituationen und -einstellungen können sich ändern. Nimm dir also alle paar Wochen und Monate etwas Zeit, um deine Ziele kritisch zu hinterfragen. Sind sie noch aktuell oder hat sich etwas geändert? Wenn ja, warum? Sei nicht vorschnell mit dem Anpassen deiner Ziele, sonst wirst du nie eines erreichen.

Was kannst du falsch machen?

Man kann einiges falsch machen. Es gibt Studien, die vermuten lassen, dass die Visualisierung eines angestrebten, finalen Zustandes oder Ergebnisses sogar kontraproduktiv ist. Zum Beispiel schnitten Testgruppen, die ein gutes Prüfungsergebnis visualisierten, in der Prüfung signifikant schlechter ab als Testgruppen, die visualisierten wie sie motiviert und regelmäßig lernen.

Gründe für die Ineffektivität eines Vision Boards können sein:

  • Man macht sich keine Gedanken darüber, was notwendig ist um die Ziele zu erreichen.
  • Fehlende Bereitschaft, die einzelnen Schritte bis zum Ziel zu gehen.
  • Es werden nur die Ziele und Träume visualisiert, nicht der Weg dorthin.
  • Die visualisierten Ziele passen nicht zu den eigenen Werten.
  • Die Ziele sind extrinsisch motiviert, nicht intrinsisch.

Das regelmäßige Nichterreichen von Zielen kann zu Depressionen und Selbstzweifeln führen, was nicht im Sinne eines Vision Boards ist. Achte also besonders darauf die obigen Fehler nicht zu begehen.

Fazit

Tagträumerei alleine bringt nichts und lässt dich vergessen was du zum Erreichen deiner Ziele tun musst. Stattdessen solltest du konkrete Ziele definieren, dir den Weg zur Zielerreichung bewusstmachen und dich dann auf jeden einzelnen Schritt konzentrieren. Nutze dazu das Vision Board und verliere nie den Fokus!

Was denkst du über Vision Boards? Hast du schon vielleicht schon eines erstellt und Tipps oder Fragen? Dann schreibe einen Kommentar.

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Ich wünsche dir viel Erfolg bei all deinen Ambitionen!

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